Mi-Ma-Maus

Alle mit Hörgerät oder Tinitus machen bei dem Video lieber den Ton aus, aber der Rest freut sich über eine quietschvergnügte Mäusedame. In Lavendel mit rosa „Tütü“ und kleinen Ballerina-Puschen legt sie es darauf an geknuddelt und gedrückt zu werden.

Nachhäkeln ist ganz einfach. Ausgangspunkt für eure Arbeit ist die Größe der Stimme, sprich der Umfang der Quietscheblase, die es in jedem gutsortierten Bastelladen gibt. Um sie mittig zu platzieren, wird der Körper in zwei Teilen gehäkelt: Erst das Unterteil in Form einer Halbkugel, dann das Oberteil in Kontrastfarbe kegelförmig mit Picotkante. Die Blase wird mit einer etwas fingerdicken Warteschicht im Unterteil eingebettet. Das Oberteil zur Hälfte mit dem Unterteil vernähen und vor dem Verschließen nur leicht füllen. Auf keinen Fall der Körper zu dicht füllen; erstens quietscht es dann nicht mehr so richtig und zweitens leidet die Haptik, so dass aus eurem fluffigen Spielgefährten eher ein Wurfgeschoß wird. Also besser die Quietschblase nur abpolstern und das Maschenbild schön eng halten, damit häufiges Drücken keine Spuren hinterlässt. Der Kopf ist ein klassisches Ei, dass mit der Platzierung der Ohren den richtigen Ausdruck erhält. Arme und Beine sind einfach Röhren. Es ist also wirklich simpel.

Madame Sybille, the fortune teller

Fortune_Teller_Crochet

Wie versprochen hier meine zweiter Wettbewerbsbeitrag: Madame Sybille, die Wahsagerin!

She is gypsy and the best fortune teller, the circus ever had. She is fully-busted but lighthearted. She thinks even faster than she talks. Who gets lost in her tent, reverses some experiences richer and by a few pennies poorer.

Sie ist das erste vollbusige Häkelwesen, das das furzende Einhorn jemals produziert hat und wahrscheinlich auch das einzige. Keine Ahnung, ob ich dem Einhorn die Mähne zu fest geflochten hatte oder es einen Furz quer sitzen hatte, ich war nach der herzallerliebsten Seiltänzerin TIGI, davon beseelt einen Vamp zu häkeln, der die wilde Seite des Zirkus, der fahrenden Leute, zeigt.

Herausgekommen ist ein Püppchen, das im starken Kontrast zu TIGI steht, mit kurviger Figur, voluminösen Haaren und frivolem Outfit. Da sie aber immer noch kaum größer als meine Handfläche ist, kann man sich ihrem Charme kaum entziehen. Ich hoffe, ihr seht es mir nach, dass ihr Dekolleté etwas pornös geworden ist, aber es gibt einfach keine Anleitung, wie man natürlich Brüste häkelt. Das scheint noch niemanden umgetrieben zu haben… Aber auf faszinierende Weise bildeten die Haare ein ausreichendes Gegengewicht, um Madame Sybille für die Bilder aufrecht zu halten.

Wahrsagerin2

Für Madame Sybille, die Wahsagerin, und Tigi, die Seiltänzerin, könnt ihr noch bis morgen abstimmen. Verhelft dem furzenden Einhorn und den anderen Designern zu etwas Anerkennung und digitalem Applaus. Es sind tolle Arbeiten dabei, die euer Voting-Herz verdienen!

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TIGI, the tightrope walker

„Meine Damen und Herren herein spaziert! Herein spaziert. Nur heute Abend in ihrer Stadt und morgen wieder fort…
Meine Damen und Herren, der Zirkus!“

Für manche Menschen mag die Atmosphäre des Zirkus etwas ganz Besonderes sein. Sie durchfährt ein wohliger Schauer, wenn sie an exotische Tiere und tollkühne Kunststücke denken. Mich erfüllte dagegen einzig Grauen, als ich das Motto des diesjährigen Amigurumi Wettbewerbs auf amigurumipattern.net las: Zirkus. Für mich ist Zirkus=Clowns=schlimmster Alptraum!
Trotzdem bei dem Wettbewerb mitzumachen, war somit geradezu ein Salto aus meiner Komfortzone. Denn a) finde ich Clown wirklich schlimm und nehme alles, was damit im Zusammenhang steht, in Sippenhaft, und b) weil ich seit den ersten Bundesjugendspielen Wettbewerbe verabscheue und zwar mit Inbrunst. Aber was tut man nicht alles dafür, das furzende Einhorn bekannt und beliebt zu machen. Also Mähne zusammengebunden und ran an die Häkelnadel.

tightropewalker

Herausgekommen ist diese wundervolle kleine Seiltänzerin. gar nicht unheimlich, sondern vielversprechend niedlich/anmutig/entzückend usw.. Oder um es mit den Worten der Awardeinreichung zu sagen, die – glaube ich – euch ganz gut den Charakter meines kleinen Goldstücks nahe bringt:

TIGI, the tightrope walker is a shy little girl. But fear is alien to her. She aims high, has big dreams and imagination that knows no boundaries. Her favorite color is pink. She is the daughter of the director and the good soul of the ensemble. With her, no one is left out in the rain, because she has her umbrella wherever she goes.

 

 

Wenn ihr die Kleine jetzt auch ziemlich niedlich findet, freue ich mich über eure Stimme. Es gibt übrigens noch eine zweite kleine Kreatur aus der Werkstatt des furzenden Einhorns, die ich euch morgen im Blog vorstellen, die ihr aber bitte auch in eure Stimmabgabe miteinbezieht: Madame Sybille.

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Ronny Raven


Manchmal können Auftragsarbeiten auch Spaß machen. Ich darf vorstellen Ronny, der Rabe. Und ja, natürlich ist eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Raben Socke nicht von der Hand zu weisen. Aber so lautete auch der Auftrag: Mach doch mal ein Babygeschenk für Familie Rabe. Und schon wurden mir die google-Bildsuchergebnisse vor die Nase gehalten.

Für den ersten Versuch und frei Schnauze ist der kleine Rabe sehr gelungen. In Anbetracht des Verwendungszweckes habe ich natürlich Sicherheitsaugen verwendet, alle Einzelteile wie Flügel, Arme und Schwanzfedern doppelt und dreifach angenäht. Daneben habe ich endlich ein Einsatzgebiet für die quietschige Vogelstimme gefunden, die letztens im Bastelladen mit musste.

 

Halloween Frog

Halloween_Frog
Zugegeben mir ist gerade erst aufgefallen, dass mein letzter Post schon einige Zeit her ist und ungünstigerweise war es auch noch die Frosch-Rassel. Aber eigentlich umso passender, euch jetzt meinen sezierten Frosch zu zeigen… Uhhhh, schaurig – ich weiß. Aber ich habe vor Ewigkeiten ähnliche Objekte gestrickt gesehen und musste es unbedingt einmal ausprobieren.
Halloween-frog
Und ich muss gestehen: Es hat unglaublich Spaß gemacht, annähernd anatomisch zu häkeln, die Einzelteile zu arrangieren und in den Bilderrahmen einzupassen. Sorgfältig mit Füllwatte angehoben und mit Ducktape gesichert, hält die Häkelarbeit bündig am Glas ohne platt zu wirken. Ich bin schwer fasziniert, widme mich jetzt aber auch wieder niedlichen Sachen . versprochen!
Frog-Halloween

Pink Unicorn

PinkUnicorn-2
Unter diesem entzückenden pinken Einhorn muss ich Mal ein wenig rum grummeln. Grummel. Grummel. Grummel.
Zum Hintergrund: Es kommt ja immer mal wieder vor, dass sich Freunde oder Kollegen etwas Gehäkeltes wünschen und grundsätzlich bin ich Auftragsarbeiten gegenüber auch sehr aufgeschlossen – wenn nicht sogar dazu neigend, es jedem recht machen zu wollen. Aber manchmal nerven sie auch.

Ich hasse es, ein und dasselbe Pattern mehrmals machen zu müssen, ohne die Farbe wechseln zu dürfen oder Variationen einzubauen. Das ist doch öde. Selbst bei meinen eigenen Ideen, wie den Blumenelfen, hatte ich irgendwann keinen Bock mehr und habe von Elfe zu Elfe mehr Variationen eingebaut.
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Deshalb ganz offiziell: Bittet mich nicht darum, mehr als zweimal dasselbe Pattern zu häkeln. Das furzende Einhorn hat nach vier Fisch-Beißringen zwei Wochen Verstopfung gehabt, weil es kein orangefarbenes Garn mehr sehen konnte… Seid kreativ, wünscht euch was und wenn das Einhorn gut drauf ist, gibt’s auch mal was geschenkt – wie diese kleine Lady hier:
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Das PinkUnicorn gibt es übrigens nur, weil die Einhorn-Armee schon einige Monate her ist und die Wünschend echt Geduld gezeigt hat. Dafür hat sie dann aber auch eine Neukreation bekommen. Was natürlich nix damit zu tun hat, dass ich die Anleitung nicht mehr wiedergefunden habe… grummel.
Wer sich also etwas von mir wünscht, das hier schon auf dem Blog war, sollte sich a) gedulden und b) nicht darauf einschießen, dass er exakt dasselbe Häkelwerk vom furzenden Einhorn bekommt. Natürlich lohnt es sich nachzufragen, ob das Original schon vergeben ist, aber man darf sein Herz nicht daranhängen. Schließlich ist das hier mein Hobby und das soll mir maximal Freude machen. Naja, und euch natürlich auch ein bisschen!

Also grummel, grummel – her mit euren Ideen – grummel! Und könnte die Autokorrektur bitte aufhören mein Gegrummel umzudeuten, das macht dem furzenden Einhorn ’nen Knoten in den Mähne.

Ungeheuer zum liebhaben


Letzte Woche war noch Sommer, jetzt ist definitiv Herbst. Es regnet seit dem Aufstehen. Da bereits jetzt alle stöhnen, will ich euch mit dem kleinen Seeungeheuer erfreuen. Dank seiner schottischen Abstimmung ist es Kälte und Nässe gewohnt. Das Nessie Pattern ist unglaublich detailliert und wirklich gut geschrieben. Ich kann es euch nur ans Herz legen.

Der hübsche Schwung im Halsbereich entsteht durch die Füllung mit Pfeifenreinigern. Ineinander verdreht geben sie dem gehäkelten genug Steifigkeit, um den Kopf zu tragen und den Hals dynamischen zu formen. Damit euch beim Füllen der Figur nicht irgendwann die Metallspitzen in die Finger stechen, empfehle ich, die Enden einzudrehen und an den Enden jeweils eine Schlaufe zu Formen, die dann mit Wattefüllung umgeben solide verankert werden können. So verrutscht euch der Pfeifenreiniger auch nicht beim Weiterhäkeln. Die Nackenfalten habe ich mit wenigen Stichen fixiert. Beim Schwanz lohnt es sich besonders, der Anleitung genau zu folgen, da die geschwungene Form gehäkelt wird und nicht anschließend geformt wird. Geübte Finger schaffen Nessie in guter Spielfilmlänge.
Nessie_3
Wie ihr seht, ist Nessie nicht wirklich ein Seeungeheuer, sonder vielmehr ein Kuschelmonster. Aber bei der Wahl des Schals kam dann doch die schottische Herkunft durch.

Also macht’s euch kuschelig dies‘ Wochenende!

 

Goodbye Summer

Im Norden war der Sommer ja eher durchwachsen und jetzt ist er auch schon fast vorbei. Höchste Zeit also, dass ich euch die Ice-Eis-Babies zeige, die ich schon vor einiger Zeit gehäkelt habe. Die Idee dazu ist von dem wundervollen Instagram-Account „supercutedesign“. Jennifer macht ganz entzückende Häkelkunstwerke und ist absolut folgenswert. Ungünstigerweise fand ich jedoch keine Anleitung für die Eisfiguren, weshalb ich mich einfach drangegeben habe.

Nach dem ersten Versuch, bei dem ich immer nur die letzte Masche einer Runde verdoppelt habe (siehe Mr. Ice-Eis-Baby), weiß ich jetzt, dass die Proportionen nur bei doppelter Zunahme stimmen. Im Bild seht ihr, wie groß der Unterschied zwischen einer und zwei Zunahmen bei jeder zweiten Runde ist. Ein klarer Beleg für meine try&error-Methode.
Daneben wollte ich euch auch einmal zeigen, wie der Sahnetuff, den ich auch bei den Cupcakes verwendet habe und dessen Anleitung von Twinkie Chan! ist, im quasi Rohzustand aussieht. Erst wenn man erste und letzte Reihe zusammennäht, formt sich der Zylinder, den man dann zum Tuff auf beiden Seiten schließt. Meiner Erfahrung nach verzählt man sich beim Reihenzählen ohne schriftliche Unterstützung oder mechanischen Zähler nur am Anfang. Beim zweiten Anlauf hat man den Rhythmus raus und Tuffs/Toppings – auch mehrfarbig –  häkeln sich im Schlaf. Also nicht wutentbrannt nach dem ersten Versuch die Nadel in die Ecke werfen …
Eis-im-Hoernchen_Haekeln
Also genießt das Wochenende, gönnt euch ein Eis und schwingt die Nadeln!

Pinguin im Hochsommer

Pinguin_2
Während ich in München vor mich hinschmelze und am liebsten selber auf Eiswürfeln vor mich hinvegetieren würde, darf ich euch mit diesem kleinen Pinguin erfreuen. Er ist bereits als Geschenk an die Tochter meines Kollegen gegangen und wird dort trotz seines unterkühlten Naturells heiß geliebt. Weiterlesen