Amigurumi
Love is in the air… auch in 2016
Eigentlich ganz cool, dass ich am Valentinstag 2015 meinen ersten Blogpost veröffentlicht habe, so kann ich heute – ein Jahr später – wieder was plüschiges und romantisches zum Jubiläum veröffentlichen. Nicht ohne Stolz präsentiert euch das furzende Einhorn: Cupido, den kleinen Liebesboten, der auch als Amor bekannt ist.
Wie ihr im Vergleich zu meiner Hand sieht, ist er ziemlich winzig. Er passt locker in meine Hand. Ausgangspunkt war aber auch die Größe der Herzstecknadeln, die nunmal winzig sind. Das furzende Einhorn hat sich dementsprechend fast die Hufe verknotet, als es versuchte aus einer goldenen Büroklammer den passenden Miniaturbogen zu biegen. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Ich finde den kleinen Kerl ganz allerliebst und ihr hoffentlich auch.
Daneben halte ich Valentinstag für einen schwer überschätzten Pseudo-Feiertag. Es ist ein unsinniger Import wie Halloween, den man echt nicht ernst nehmen sollte. Als Single geht einem das Geturtel der Anderen eh ganzjährig mächtig auf den Zeiger und als glücklicher Beziehungsmensch braucht es hoffentlich kein Datum, um nett zueinander zu sein. Aber als Häkelanlass oder Jubiläumstag meines Blogs wollen wir den Valentinstag ehren 🙂
Also HAPPY BIRTHDAY, FURZENDES EINHORN! Und für euch gilt:

Dänische Singvögel

Whohuu, sind die süß geworden. Ich bin mega begeistert, dass ich die Form von Kay Bojesens Singvögeln so gut hinbekommen habe und das sogar wiederholt. Ich liebe sein klares Design und die Farben. Und bin auch nur einmal schreiend im Kreis gelaufen, als der erste Versuch ganz arg verunglückt ist.
Das Fotografieren hat übrigens noch mehr Spaß gemacht. Es sind einfach dankbare kleine Racker. Also behellige ich euch jetzt gleich mal mit einer ganzen Serie an possierlichen Aufnahmen… Weiterlesen
Elefantenschnullerkette
Erinnert ihr euch noch an die Kinderwagenkette mit Elefanten? Hier ist die zugehörige Schnullerkette, damit der Nachwuchs auch außerhalb des Buggys nicht ohne Rüsseltier unterwegs ist. Dankenswerterweise durfte ich meiner Nachbarin wieder den Kinderwagen entführen und auch einen Schnuller borgen, damit ihr das Accessoire in seiner „natürlichen Umgebung“ sehen könnt.

Die Holzkugeln habe ich wieder mit Martha Stuarts speichelechter und waschmaschinenfester Acrylfarbe lackiert. Der Rüssel ist mit in sich gedrehten Pfeifenreinigern gefüllt, damit der Rüssel auch mal hängen kann – je nach Stimmung. Das kleine Glöckchen ist extrem leise und nervt garantiert weder den Besitzer noch die Eltern.
Die Augen sind vernäht und geklebt, weil die Größe des Kopfes keine Sicherheitsaugen zuließ. Die Hinterlegscheiben waren einfach zu groß und entstellten den Ausdruck. Aber mit genug Stichen hält das auch so. Jeglicher Schnuller kann an das Lederband geknüpft werden. Ihr könnt aber auch über Schnullerclips nachdenken, die ich in letzter Zeit öfter an Ketten gesehen haben. Ich fand es so einfach hübscher, weil ich nicht die perfekten blauen Clips gefunden habe. Herstellungszeit lag unter zwei Stunden. Das geht für ein schnelles „Willkommen im Leben, neuer Erdenbürger“-Geschenk klar.

Blick zurück nach vorn
Da ihr bestimmt alle die unzähligen Jahresrückblicke leid seid, klemme ich mir auch mal die Selbstbeweihräucherung nach der Art „Das waren die erfolgreichsten Blogprojekte meinerseits in 2015“ und zeige euch stattdessen lieber, womit alles angefangen hat:

Eine Freundin schenkte mir zum Geburtstag 2014 mein erstes Häkelbuch, indem auch Tierfiguren waren. Großartig! Ich war total angefixt und übernahm mich gleich an einem Riesen-Hasen mit Schlenkerarmen und mehr Runden als ich damals zählen konnte. Captain Muschelpopo wurde er später vom glücklichen Jungen getauft, der mein Erstlingswerk sein eigen nennen durfte. Allerdings musste ich auch noch für eine Piratenaugenklappe und das notwendige Outfit sorgen. Denn – wie ich lernte – haben selbst Bionaden-Biedermeier-Kinder, sobald sie sprechen können, so rein gar nichts über für monochrome und gesichtslose Hipster-Hasen.

Das Hasenvieh hat Abende über Abende gefüllt, war viel zu groß für ein Erstlingswerk und im Nachhinein auch gar nicht so perfekt gearbeitet, wie ich das heute gerne habe. Aber ich war um eine Erfahrung reicher und versuchte mich danach dank diverser, kostenfreier Anleitungen im Netz an kleineren Werkstücken.

So probierte ich mich von Juli bis November 2014 fleißig durch die verschiedenen Wollqualitäten und Nadelstärken. Ich fand heraus, dass ich die Häkelei besonders liebe, wenn sie handgroß, aus Baumwolle und mit einer 2er Nadel zu bewerkstelligen ist. Und nebenbei legte ich den Grundstein – wie unschwer zu erkennen – für das Aquarium, was einer meiner ersten Posts hier war.
Bärthold war dann das erste Häkeltier, dass ohne explizite Vorlage nur aus meinem Kopf entstand. Zugegeben ein Teddy ist jetzt nicht gerade der Mount Everest der Kreativität; aber dafür dass jede Masche meiner Fantasie entsprang und des furzenden Einhorns Hufe glühten, bin ich heute noch sehr stolz auf meinen ersten Häkelbären.

Und noch stolzer bin ich darauf, dass ich jüngst (sprich nach einem Jahr bespielt werden) ein Bild von Bärthold in den Armen seiner stolzen Besitzerin erhielt, die ihn mit zunehmender Kraft ordentlich durchknuddelt. Und noch fehlt kein Auge, kein Ohr, kein Herz – ich Fest-Näh-Genie!
Wenig später habe ich mich dann durchgerungen, meinen Blog zu starten, der jetzt bald ein Jahr wird… Höchste Zeit also für einen Blick zurück nach vorn!
Zuckerstangenpferdchen
Engelchen – Weihnachtstriptychon Teil 3
Bevor wir alle die Endstufe der Besinnlichkeit erreichen, ist es soweit, nach dem Lebkuchenmann und Santa kommt nun das Engelchen, Teil 3 des Weihnachtstriptychons!

Also ich bin begeistert. Aber das furzende Einhorn und ich lieben es auch einfach mit Goldgarn zu Häkeln. Für die Flügel und den obligatorischen Heiligenschein haben wir Draht in Form gebogen und dann liebevoll umhäkelt. Die Haarpracht besteht aus Dutzenden kleiner Kreise mal ausgehend von einem 5er MR mal von einem 7er. Noch eine Runde jeweils zunehmen, du die Locke sitzt.
Da bleibt nur noch zu sagen:

Frohe Weihnachten!
Santa – Weihnachtstriptychon Teil 2
Und weil mir der Lebkuchenmann von Dendennis soviel Spaß gemacht hat und weil es euch der zugehörige Blogtitel auch schon verraten hat, hier ist der zweite Teil meines Weihnachtstriptychons: Santa!
Wenn ihr euch übrigens fragt, warum die Kerlchen so souverän stehen, und das furzende Einhorn schon im Verdacht habt, die Kleinen auf das Regal geklebt zu haben, darf ich euch versichern, es handelt sich um einen einfachen Trick. Statt den ganzen Körper mit Watte zu füllen und zu riskieren, dass der Boden sich ausbeult, habe ich vorher einen Dosendeckel eingeklebt. Hier – ihr wisst schon – diese kleinen durchsichtigen Perlendöschen, die in zwei annähernd gleichen Teilen daherkommen, und leer im Mehrfachpack auch sehr günstig zu schießen sind.
Der Boden wird also von einem 5er Maschenring aus nur solange weitergehäkelt, bis die Dose (Deckel oder Boden, egal) knapp hineinpasst. Vorm Abnehmen wird das Stück Plastik mit doppelseitigem Klebeband fixiert und schon steht der Körper straff gefüllt aufrecht ohne zu Wackeln. Das furzende Einhorn hat sich über diesen Einfall mindestens zwei Minuten anhaltend gefreut und darauf bestanden, dass ich diese großartige Idee teile (also für den fall, dass ihr nicht selber schonmal darauf gekommen seid)!

Lebkuchenmann – Weihnachtstriptychon Teil 1
In dieser Adventszeit fehlt mir ein wenig die Zeit, aber nichts desto trotz möchte ich euch kurz vor knapp noch mit einem Weihnachtstriptychon die nächsten Tage erfreuen. Also das hoffe ich zumindestens!
Mein Lebkuchenmann ist ganz klar inspiriert von Dendennis Gingerbread Man. Hinter dem Link findet ihr auch die kostenfreie Einladung. Ich habe keine Ahnung, ob die gut ist, da ich einfach drauf los gehäkelt habe, statt mich um die Anleitung zu scheren…

Mir ist nebenbei übrigens aufgefallen, dass es der neuste Trend zu sein scheint, internationale Anleitungen einzudeutschen – sprich englisch- oder französischsprachige Anleitungen zu übersetzen, ein paar nette Fotos zu machen und es dann als Eigenleistung auszugeben. Ich persönlich finde das ja mega mies und muss mich jedesmal zusammenreißen, nicht Quellenangaben unter die entsprechenden Blogartikel zu posten.
Wie seht ihr das? Schmälert es die „künstlerische“, gestalterische Leistung der Blogger, wenn sie zugeben, dass ein Werk nicht allein auf ihrem Mist gewachsen ist? Oder sollte man nicht gerade als DIY-Blogger die „Wer hat’s erfunden“-Fahne hochhalten und dem originären Designer mit einem Link das digitale Chapeau gönnen? Innerlich bin ich da selber etwas zwiegespalten: Denn es würde ja schon geil aussehen, wenn ich der Mega-Designer aller Figürchen wäre und alle tollen Ideen alleine aus meinem Kopf kämen. Und wieviel mehr Pattern könnte ich veröffentlichen, wenn ich die englischsprachigen nur übersetzen würde. Aber („verdammte Axt“) dem ist leider nicht so.
Pinterest und Instagram sind eine endlose Inspirationsquelle und ich könnte all die großartigen Designer da draußen knutschen, dass sie mich mit ihren Anleitungen dazu motivieren, selber neue Figuren zu schaffen. Ich für meinen Teil werde deshalb damit fortfahren, euch die Quellen unter die Nase zu reiben, und hoffe einfach, dass mich regelmäßig die Muse küsst, damit ich zum endlosen Fundus des Eyecandies meinen Teil, ein paar Originale vom furzenden Einhorn, beisteuern kann.
