Engelchen – Weihnachtstriptychon Teil 3

Bevor wir alle die Endstufe der Besinnlichkeit erreichen, ist es soweit, nach dem Lebkuchenmann und Santa kommt nun das Engelchen, Teil 3 des Weihnachtstriptychons!

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Also ich bin begeistert. Aber das furzende Einhorn und ich lieben es auch einfach mit Goldgarn zu Häkeln. Für die Flügel und den obligatorischen Heiligenschein haben wir Draht in Form gebogen und dann liebevoll umhäkelt. Die Haarpracht besteht aus Dutzenden kleiner Kreise mal ausgehend von einem 5er MR mal von einem 7er. Noch eine Runde jeweils zunehmen, du die Locke sitzt.

Da bleibt nur noch zu sagen:

Frohe Weihnachten!

Santa – Weihnachtstriptychon Teil 2

Und weil mir der Lebkuchenmann von Dendennis soviel Spaß gemacht hat und weil es euch der zugehörige Blogtitel auch schon verraten hat, hier ist der zweite Teil meines Weihnachtstriptychons: Santa!

Wenn ihr euch übrigens fragt, warum die Kerlchen so souverän stehen, und das furzende Einhorn schon im Verdacht habt, die Kleinen auf das Regal geklebt zu haben, darf ich euch versichern, es handelt sich um einen einfachen Trick. Statt den ganzen Körper mit Watte zu füllen und zu riskieren, dass der Boden sich ausbeult, habe ich vorher einen Dosendeckel eingeklebt. Hier – ihr wisst schon – diese kleinen durchsichtigen Perlendöschen, die in zwei annähernd gleichen Teilen daherkommen, und leer im Mehrfachpack auch sehr günstig zu schießen sind.

Der Boden wird also von einem 5er Maschenring aus nur solange weitergehäkelt, bis die Dose (Deckel oder Boden, egal) knapp hineinpasst. Vorm Abnehmen wird das Stück Plastik mit doppelseitigem Klebeband fixiert und schon steht der Körper straff gefüllt aufrecht ohne zu Wackeln. Das furzende Einhorn hat sich über diesen Einfall mindestens zwei Minuten anhaltend gefreut und darauf bestanden, dass ich diese großartige Idee teile (also für den fall, dass ihr nicht selber schonmal darauf gekommen seid)!

 

Lebkuchenmann – Weihnachtstriptychon Teil 1

In dieser Adventszeit fehlt mir ein wenig die Zeit, aber nichts desto trotz möchte ich euch kurz vor knapp noch mit einem Weihnachtstriptychon die nächsten Tage erfreuen. Also das hoffe ich zumindestens!

Mein Lebkuchenmann ist ganz klar inspiriert von Dendennis Gingerbread Man. Hinter dem Link findet ihr auch die kostenfreie Einladung. Ich habe keine Ahnung, ob die gut ist, da ich einfach drauf los gehäkelt habe, statt mich um die Anleitung zu scheren…

Gingerbread

Mir ist nebenbei übrigens aufgefallen, dass es der neuste Trend zu sein scheint, internationale Anleitungen einzudeutschen – sprich englisch- oder französischsprachige Anleitungen zu übersetzen, ein paar nette Fotos zu machen und es dann als Eigenleistung auszugeben. Ich persönlich finde das ja mega mies und muss mich jedesmal zusammenreißen, nicht Quellenangaben unter die entsprechenden Blogartikel zu posten.

Wie seht ihr das? Schmälert es die „künstlerische“, gestalterische Leistung der Blogger, wenn sie zugeben, dass ein Werk nicht allein auf ihrem Mist gewachsen ist? Oder sollte man nicht gerade als DIY-Blogger die „Wer hat’s erfunden“-Fahne hochhalten und dem originären Designer mit einem Link das digitale Chapeau gönnen? Innerlich bin ich da selber etwas zwiegespalten: Denn es würde ja schon geil aussehen, wenn ich der Mega-Designer aller Figürchen wäre und alle tollen Ideen alleine aus meinem Kopf kämen. Und wieviel mehr Pattern könnte ich veröffentlichen, wenn ich die englischsprachigen nur übersetzen würde. Aber („verdammte Axt“) dem ist leider nicht so.

Pinterest und Instagram sind eine endlose Inspirationsquelle und ich könnte all die großartigen Designer da draußen knutschen, dass sie mich mit ihren Anleitungen dazu motivieren, selber neue Figuren zu schaffen. Ich für meinen Teil werde deshalb damit fortfahren, euch die Quellen unter die Nase zu reiben, und hoffe einfach, dass mich regelmäßig die Muse küsst, damit ich zum endlosen Fundus des Eyecandies meinen Teil, ein paar Originale vom furzenden Einhorn, beisteuern kann.

Madame Sybille, the fortune teller

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Wie versprochen hier meine zweiter Wettbewerbsbeitrag: Madame Sybille, die Wahsagerin!

She is gypsy and the best fortune teller, the circus ever had. She is fully-busted but lighthearted. She thinks even faster than she talks. Who gets lost in her tent, reverses some experiences richer and by a few pennies poorer.

Sie ist das erste vollbusige Häkelwesen, das das furzende Einhorn jemals produziert hat und wahrscheinlich auch das einzige. Keine Ahnung, ob ich dem Einhorn die Mähne zu fest geflochten hatte oder es einen Furz quer sitzen hatte, ich war nach der herzallerliebsten Seiltänzerin TIGI, davon beseelt einen Vamp zu häkeln, der die wilde Seite des Zirkus, der fahrenden Leute, zeigt.

Herausgekommen ist ein Püppchen, das im starken Kontrast zu TIGI steht, mit kurviger Figur, voluminösen Haaren und frivolem Outfit. Da sie aber immer noch kaum größer als meine Handfläche ist, kann man sich ihrem Charme kaum entziehen. Ich hoffe, ihr seht es mir nach, dass ihr Dekolleté etwas pornös geworden ist, aber es gibt einfach keine Anleitung, wie man natürlich Brüste häkelt. Das scheint noch niemanden umgetrieben zu haben… Aber auf faszinierende Weise bildeten die Haare ein ausreichendes Gegengewicht, um Madame Sybille für die Bilder aufrecht zu halten.

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Für Madame Sybille, die Wahsagerin, und Tigi, die Seiltänzerin, könnt ihr noch bis morgen abstimmen. Verhelft dem furzenden Einhorn und den anderen Designern zu etwas Anerkennung und digitalem Applaus. Es sind tolle Arbeiten dabei, die euer Voting-Herz verdienen!

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TIGI, the tightrope walker

„Meine Damen und Herren herein spaziert! Herein spaziert. Nur heute Abend in ihrer Stadt und morgen wieder fort…
Meine Damen und Herren, der Zirkus!“

Für manche Menschen mag die Atmosphäre des Zirkus etwas ganz Besonderes sein. Sie durchfährt ein wohliger Schauer, wenn sie an exotische Tiere und tollkühne Kunststücke denken. Mich erfüllte dagegen einzig Grauen, als ich das Motto des diesjährigen Amigurumi Wettbewerbs auf amigurumipattern.net las: Zirkus. Für mich ist Zirkus=Clowns=schlimmster Alptraum!
Trotzdem bei dem Wettbewerb mitzumachen, war somit geradezu ein Salto aus meiner Komfortzone. Denn a) finde ich Clown wirklich schlimm und nehme alles, was damit im Zusammenhang steht, in Sippenhaft, und b) weil ich seit den ersten Bundesjugendspielen Wettbewerbe verabscheue und zwar mit Inbrunst. Aber was tut man nicht alles dafür, das furzende Einhorn bekannt und beliebt zu machen. Also Mähne zusammengebunden und ran an die Häkelnadel.

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Herausgekommen ist diese wundervolle kleine Seiltänzerin. gar nicht unheimlich, sondern vielversprechend niedlich/anmutig/entzückend usw.. Oder um es mit den Worten der Awardeinreichung zu sagen, die – glaube ich – euch ganz gut den Charakter meines kleinen Goldstücks nahe bringt:

TIGI, the tightrope walker is a shy little girl. But fear is alien to her. She aims high, has big dreams and imagination that knows no boundaries. Her favorite color is pink. She is the daughter of the director and the good soul of the ensemble. With her, no one is left out in the rain, because she has her umbrella wherever she goes.

 

 

Wenn ihr die Kleine jetzt auch ziemlich niedlich findet, freue ich mich über eure Stimme. Es gibt übrigens noch eine zweite kleine Kreatur aus der Werkstatt des furzenden Einhorns, die ich euch morgen im Blog vorstellen, die ihr aber bitte auch in eure Stimmabgabe miteinbezieht: Madame Sybille.

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Happy Couple

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Eine Freundin von mir war die letzten Wochen im Hochzeitsrausch. Papa heiratete, Freundin heiratete – es wurden Kuchen gebacken, Kleider genäht etc. pp. Unser Nachbar goss noch Öl ins Feuer und ging auf Anzug-Jagd für eine bei ihm anstehende Feier. Dem ganzen Ehe-Gelöt konnte ich mich nicht entziehen. Erst recht nicht als mir auch noch gehäkelte Cake-Topper für Hochzeiten gezeigt wurde. Da war mein Ehrgeiz geweckt.
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Meermenschen

Die Idee zu den Meermenschen kam mir, als ich die Perücke für die Kräuterelfe knüpfte und mehr als angetan war von dem grünen Garn, das sich fantastisch verarbeiten ließ. Das Pattern stammt aus meiner eigenen Feder, da ich ausnahmsweise mal genau wußte, wie sie aussehen sollten/wie groß sie werden sollten und vor welcher Kulisse ich sie haben wollte.
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Besonders happy bin ich darüber, dass ich endlich den Fehlkauf-Glitter-Nagellack einsetzen konnte, der den Meermann glatt zum Poseidon erhebt. Bei der kleinen Meerjungfrau habe ich – statt Wimpern aufzusticken – einzelne Fäden eingezogen und diese mit etwas Kleber fixiert. Das nächste Mal nehme ich dazu lieber eine Pinzette, denn meine Finger waren einen Tag lang taub vom Kleber und leicht angefusselt. Aber der Augenaufschlag war es wert, oder?!

May the 4th be with you

Da ist mir doch Samstag eingefallen, dass ich heute was zu Star Wars gehäkelt haben wollte. Mist, verdammter!
Aber dafür, dass es „mal wieder“ eine total übereilte und schwachsinnige Aktion war, ist es nicht zuletzt dank der Hilfe meines Lieblingsmitbewohners ganz gut geworden. Dieser warf nämlich ein, dass Yoda häkeln langweilig, Prinzessin Leia boring und Jar Jar Bings fantechnisch zu hart wäre. Darth Vader wurde mir auch ausgequatscht, weil das nur mit Anakin gehen würde – auf den hatte ich aber keinen Bock etc. pp

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Wie ihr seht, sind wir nun bei einer Szene gelandet, die ich nicht einmal ansatzweise in Erinnerung hatte. Aber wofür gibt es die Google-Bildersuche. Für die Star-Wars-Gering-Enthusiasten unter uns: Jabba der Hutte (links), Han Solo in Karbonit (mitte) und Boba Fett (rechts). Alles Wissens- oder auch Nicht-Wissenswertes zu den Figuren erfahrt ihr unter der Verlinkung auf Jedipedia. Und ja, ich finde es auch bizarr, dass Star Wars nicht nur ein Wiki hat…

Zu Recht fragt ihr euch, warum ausgerechnet diese Szene den Zuschlag bekommen hat. Ich will es euch verraten: Seid geraumer Zeit liegt ein Han-Solo-in-Karbonit-Eiswürfelbereiter bei uns im Tiefkühlfach und damit hatte ich ohne viel Aufwand schon ein Motiv im Kasten… Konnte ja keiner ahnen, dass die dauernden Farbwechsel bei Boba und die vielen Doppelkinne von Jabba mich in den Wahnsinn treiben würden. Denn erst zum Abschluss meiner Häkelei bin ich auf das Star-Wars-Häkeln-Buch von Lucy Collin aufmerksam geworden, dass ich mir dann wohl zum nächsten Jahr gönnen werde, denn auf Ravelry sind die Pattern zugunsten der Buchveröffentlichung nicht mehr erhältlich.

Wer weiterliest, bekommt noch ein paar Bilder und die Anleitung zu Jabba und Boba (für die ich aber aufgrund der gebotenen Eile keine Garantie auf Vollständigkeit und Perfektion übernehmen werde).

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Besuch vom Blocksberg

Hexe-comein
Heute morgen kam ein ganz besonderer Gast hineingeweht: Walburga, die kleine Hexe. Bewaffnet mit Zauberstab und Besen hat sie nicht nur eine Runde durchs Haus gedreht, sondern auch etwas beim Hausputz geholfen. Das furzende Einhorn war etwas entnervt, weil es permanent über die Nylonschnüre gestolpert ist. Doch es hat sich mittlerweile wieder eingekriegt.

Mir hat die Kleine es übelst angetan: Mit ihrem ärmellosen Frack, dem bortegeschmückten Röckchen und nicht zuletzt wegen des elendig langen, geflochtenen Zopfes. Aber leider war sie ja nur auf der Durchreise. Walpurgisnacht ruft. Und das furzende Einhorn und ich müssen jetzt mal postrationalisieren, wie wir Walburga eigentlich gehäkelt haben, um das Pattern mit euch zu teilen…