Satyr und Nymphe

Ich war die letzten Wochen arg beschäftigt mit anderen Sachen als Häkeln, aber ein paar Projekte sind dann doch auf Drängen des furzenden Einhorns entstanden, die ich euch nun endlich zeigen mag. Unter anderem diese entzückende kleine Nymphe und ein Satyr, auf den ich ganz besonders stolz bin.

Crocheted Tumnus

Ist der Faun nicht entzückend? Er ist zwar nur so groß wie eine Kaffeetasse, hat es aber faustdick hinter den Ohren bzw. Hörnern. Bei den Fotos stürzte er sich permanent von seinen Ziegenbeinen in die Blumen und war gerne mal verschwunden, bevor ich auslösen konnte. Die Nymphe war da deutlich disziplinierter und zappelte nur einmal aus der Kamera.

Die Nymphe ist bis auf die Haare wirklich schnell fertiggestellt. Den Körper habe ich aus einem Stück gefertigt, beginnend mit den Beinen und daraus den Torso gehäkelt. Die Beine sind sehr schmal, so dass ich sie nur mit in dich gedrehten Pfeifenreinigern gefüllt habe. Füllwatte kam erst ab den Hüften zum Einsatz. Arme und Kopf sind Einzelteile. Wenn ich das nächste Mal Muße habe, werde ich euch das Pattern aufschreiben, denn es ist eine gute Grundlage für diverse Ideen, die noch in meinem Einhornschädel kreisen.
Den Rock habe ich in einem lockeren, durchbrochenen Stäbchenmuster gearbeitet und mit Blumen versehen, Gürtel drum und fertig. Für die Haare habe ich zuerst lange Fäden als Zopf in die Haube geknüpft und dann die Frontpartie von der Mitte aus eingewoben. Das ist etwas aufwendig und verschlingt auch ordentlich Material, aber es sieht einfach niedlich aus.

Die Beine des Satyr waren eine Herausforderung. Schließlich wollte das furzende Einhorn unbedingt den typischen Schwung eines Ziegenbeins hinbekommen. Dazu brauchte ich drei Anläufe, aber was soll’s. Mit dem Ergebnis bin ich jetzt zufrieden: Schwarze Hufe, nach vorn neigende glatte Unterschenkel und dicke, pelzige Oberschenkel, die einen knubbeligen Hintern ergeben. Genau so hatte ich mir das vorgestellt. Pfeifenreiniger geben hier den Ausschlag. Zusammen mit der Füllwatte lassen sich die Beine leicht biegen und betonen die gehäkelte Form.
Für die Hörner und Arme habe ich eine andere Technik angewendet, um die gewünschte Form zu konservieren: Anfeuchten und feststecken. Nach dem Trocknen behält der eigentlich simple Häkelschlauch seine Form – egal ob Armbeuge oder geschwungenes Horn. Erfahrungsgemäß funktioniert das allerdings nur bei kleinen Objekten. Große Häkeleien sind widerspenstiger, geben aber normalerweise auch genug Fläche, um Formen ohne diese Tricks zu produzieren.
Ausnahmsweise habe ich die Konturen der Figur mit dunklem Puder nachgearbeitet, da mir die Figur zuerst zu flächig vorkam. Mit den betonten Gesichtszügen, der Rückenlinie und leichten Schatten auf den Schultern und Unterschenkeln bekommt die Figur einfach mehr Ausdruck trotz der Größe und damit beschränkter Form.

Wie ihr an der Länge des Blogbeitrags seht, haben wir – das furzende Einhorn und ich – uns diesmal echt ein Ei über dieses Projekt gelegt. Aber manchmal muss das sein und das Ergebnis lässt sich sehen… also unserer *hüstelhüstel bescheidenen Meinung nach 🙂

Gehäkeltes Dreamteam

 

Ein Gedanke zu “Satyr und Nymphe

Lobe das furzende Einhorn...

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